- Gemeinsames On-site-Projekt mit Evonik und Jishen
- Anfangsinvestition: rund 42 Mio. EUR
- Marktstellung in Nordchina ausgebaut
München, 5. Dezember 2011 - Der Technologiekonzern The Linde Group wird im Jilin Chemical Industrial Park (JCIP) im Nordosten Chinas eine neue Wasserstoff-Anlage errichten, betreiben und hierfür in einem ersten Schritt rund 42 Mio. EUR investieren.
Die neue Anlage wird voraussichtlich Ende 2013 in Betrieb gehen und soll dann mehrere Unternehmen an diesem integrierten Chemie-Verbundstandort mit hochreinem Wasserstoff versorgen. Hierzu gehören die Produktionsstätten von Evonik Industries und Jishen, ein Joint Venture der PetroChina Jilin Beifang Chemical Group und der Jilin Shenhua Group.
"Mit diesem Auftrag stärken wir unsere Stellung als führendes Gase- und Anlagenbauunternehmen in China", sagte Sanjiv Lamba, Mitglied des Vorstands der Linde AG und zuständig für das Asiengeschäft des Unternehmens. "In dieser dynamisch wachsenden Region entstehen immer mehr Großindustrieprojekte, an deren Entwicklung wir uns auch zukünftig gemeinsam mit unseren Partnern beteiligen werden."
Die neue Wasserstoff-Anlage basiert auf dem Verfahren der Erdgas-Dampfreformierung (Steam methane reforming; SMR) und wird über eine Produktionskapazität von 25.000 Normkubikmeter Wasserstoff pro Stunde verfügen. Lindes Engineering Division wird die Anlage errichten, die Gases Division des Unternehmens tritt als Betreiber auf. Hierfür wird Linde eine eigene Tochtergesellschaft, Linde Gases Jilin, gründen, die auch den weiteren Ausbau der Gaseversorgungsinfrastruktur im und um den JCIP-Chemiepark vorantreiben soll.
Die Chemieunternehmen Jishen, Evonik Industries und Huntsman etablieren in Jilin einen integrierten Chemiekomplex zur Produktion von Hochdruck-Propylenoxid (High Pressure Propylene Oxide; HPPO) und investieren hierfür insgesamt rund 390 Mio. EUR. Evonik baut eine Wasserstoffperoxid-Anlage (230 Kilotonnen pro Jahr) und versorgt damit Jishens 300-kta-HPPO-Anlage. Huntsman wiederum bezieht von Jishen HPPO zur Herstellung von Polyalkoholen.
Der integrierte Chemie-Cluster erzeugt Ausgangsstoffe zur Herstellung von Polyurethan-Kunststoffen. Diese sind Bestandteil vielfältiger Produkte wie Kunstfasern, Schuhsohlen, Isolierschäume, Kleber, Matratzen und Autositze.
Linde ist in China zurzeit mit rund 50 eigenen Tochtergesellschaften und Joint Ventures sowie 150 Anlagenstandorten in den wichtigen Industriezentren des Landes vertreten und beschäftigt dort knapp 4.000 Mitarbeiter.
Weitere Informationen über The Linde Group finden Sie online unter
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