Partner der chemischen Industrie
Linde Gas ist ein zuverlässiger und kompetenter Partner der chemischen Industrie in Deutschland. Überzeugen Sie sich selbst und betrachten Sie eine Auswahl unseres Engagements für die größten Chemieunternehmen an den bedeutendsten Chemie-Standorten Deutschlands.
Chemiepark Brunsbüttel
Im Chemiepark Brunsbüttel betreibt Linde einen modernen Steamreformer für die Produktion und Bereitstellung von Wasserstoff und Kohlenmonoxid für die Isocyanatproduktion der Bayer AG. Daneben versorgt Linde die Produktion von Hilfsstoffen für die Kautschukherstellung mit Wasserstoff und über eine Pipeline die Werke SASOL Germany GmbH, Standort Brunsbüttel und Shell & DEA Oil GmbH, Raffinerie Heide.
Neben diesen Chemieaktivitäten ist Linde auch für die Lieferung von Sondergasen und die Bereitstellung von Flüssig-Stickstoff am Industriestandort Brunsbüttel zuständig. |
Bayerisches Chemiedreieck
Standort Burghausen
Am Standort in Burghausen, zwischen dem Gelände der Wacker Chemie und OMV gelegen, betreibt Linde ein Werk zur Herstellung von Wasserstoff, Acetylen sowie eine Umfüllanlage für Sauerstoff, Argon und Argon-CO2-Gemische.
Die Produktionsanlage für Wasserstoff versorgt über Rohrleitung die Wacker Chemie, OMV und Borealis mit den benötigten Mengen an Wasserstoff. Zusätzlich wird noch eine Abfüllung für Wasserstofftrailer zur Versorgung von weiteren Großkunden mit gasförmigen Wasserstoff betrieben. Vom Werk Burghausen aus werden auch die weiteren H2-Eigenerzeugungsanlagen Ingolstadt und Flughafen München geführt und betreut. Über zwei Tankanlagen für flüssigen hochreinen Wasserstoff wird die Siltronic AG mit H2 6.0 per Rohrleitung versorgt.
Die Produktionsanlage für Acetylen versorgt über Rohrleitung die Wacker Chemie mit reinstem Acetylen, das bei chemischen Prozessen und diversen Anwendungen als Rohstoff eingesetzt wird. In der Flaschenabfüllung wird das gasförmige Acetylen in Stahlflaschen und Flaschenbündel verdichtet und befüllt.
Im Umfüllbetrieb wird Sauerstoff, Argon und Argon-CO2-Gemische in Stahlflaschen und Flaschenbündel verdichtet und befüllt. Diese Gasarten sowie weitere verschiedene Gase und Gasgemische, die im Produktionszentrum Unterschleißheim hergestellt werden, werden im Werk Burghausen gelagert und für den Endverbraucher bereitgestellt.
Vom Werk Burghausen aus werden neben der Großindustrie auch weitere Großkunden sowie unsere Vertriebspartner (vom Bayerischen Wald bis Berchtesgaden) mit verdichtetem Gas in Flaschen und Flaschenbündel versorgt.
Entwicklung:
- 1978 – Fertigstellung und Inbetriebnahme der Produktionsanlage für Acetylen und der Umfüllanlage für Sauerstoff.
- 1988 - Inbetriebnahme der Umfüllanlage für Argon u. Argon-CO2-Gemische.
- 1998 - Inbetriebnahme Tankanlagen für flüssigen Wasserstoff 6.0.
- 2000 - Inbetriebnahme der Produktionsanlage für Wasserstoff 5.0.
Produktionskapazität:
- Wasserstoff ca. 177.600 Nm³/d
- Acetylen ca. 400 Nm³/h
Flüssiglagerung:
- fl. Wasserstoff 6.0 bis zu 5,4 t.
Standort Burgkirchen/ Gendorf
Linde investierte in den Bau einer Stickstoff-Verflüssigungsanlage für eine Kapazität von 13.000 Normkubikmeter pro Stunde Stickstoff, das sind ca. 390 Tonnen pro Tag Flüssigstickstoff. Das Projekt beinhaltet auch eine Flüssiglagerung von ca. 3.000 Kubikmeter und eine automatische Tankzugabfüllung in GENDORF.
InfraServ liefert den notwendigen Stickstoff und stellt die entsprechenden Grundstücke neben den erforderlichen Energien hierzu bereit. Die Betreibergesellschaft des Industrieparks wird dafür noch rund 1,3 Mio. € investieren. Als vollwertiger Standortteilnehmer wird die Linde AG zudem ein umfangreiches Paket an Infrastrukturleistungen der InfraServ nützen.
Ein Stickstoff-Überschuss aus der von InfraServ betriebenen Luftzerlegungsanlage in Höhe von rund 13.000 Normkubikmeter pro Stunde, der bisher ungenutzt abgeleitet wurde, wird mit diesem Verfahren verwertet und dem Markt zugeführt. „Durch die Verwertung des bisher ungenutzen Stickstoffs wird der Produktionsverbund im Industriepark gestärkt“, erklärt InfraServ-Geschäftsleiter Dr. Peter Sckuhr.
Die Anlage von Linde wurde 2007 ihren Betrieb genommen. Die Steuerung der Anlage erfolgt von Burghausen aus, wo Linde bereits in der Nachbarschaft zu OMV Deutschland und zur Wacker-Chemie über einen eigenen Standort verfügt. Das Herzstück der Anlage, die so genannte Cold-Box, wird gleich ganz in der Nähe gefertigt, im Werk Schalchen der Linde AG. Die Linde-Mitarbeiter in Schalchen fertigen für die ganze Welt Gasverflüssigungsanlagen.
2011 wurde eine weitere Anlage eröffnet, in der aus heißem CO2-Rohgas kaltes, flüssiges Kohlendioxid in Lebensmittelqualität hergestellt wird. Als Kohlensäure bringt es dann z.B. Wasser und Limonade zum Sprudeln. Der Weg des Gases durch die Anlage ist komplex. Ein Blick hinter die Kulissen lohnt sich deshalb.
Bei der Produktion von flüssigem CO2 kommen in Gendorf viel Know-how, modernste Verfahrenstechnologie und qualitativ hochwertiges Rohgas zum Einsatz. Dieses Rohgas liefert die benachbarte Clariant Produkte (Deutschland) GmbH. Hier fallt CO2 als Nebenprodukt bei der Ethylenoxid-Produktion an.
Diese Lösung bietet entscheidende Vorteile: Das Rohgas steht jederzeit in ausreichendem Mass und hoher Qualität zur Verfügung. Zudem entfallen lange Transportwege.
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Bayerisches Chemiedreieck
Industriepark Gendorf
Chemiestandort Leuna
Am Chemiestandort Leuna wird das bereits weltgrößte Gasezentrum der Linde AG auch in den kommenden Jahren erweitert. Mit dem Bau der — nach Ingolstadt zweiten – Wasserstoffverflüssigungsanlage wird in die Zukunft investiert.
Nach der politischen Wende war die Linde AG 1994 mit der Übernahme des 1992/1993 gebauten Steamreformers zur Wasserstofferzeugung in die volle Betreiberverantwortung der erste Investor aus den alten Bundesländern am Chemiestandort Leuna. Bereits 1916 hatte Linde den ersten Luftzerleger für das damals im Aufbau befindliche Ammoniakwerk Merseburg errichtet. 1989 begannen nach langer Pause erste Kooperationen mit Leuna bei Produkt- und Anlagenlieferungen und mit dem Chemieanlagenbauunternehmen KCA, das dann von Linde übernommen wurde.
Nach der Inbetriebnahme eines neuen Luftzerlegers 1993 sowie dem Neubau des Umfüllwerks, eines Sondergasewerks und des Zentrallagers für Deutschland 1993/1994 folgten seit 1995 die Versorgung der Standorte Bitterfeld (Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff), Rodleben (Wasserstoff) und Piesteritz (Stickstoff) über Pipeline, 1996 die Inbetriebnahme einer Luftzerlegungsanlage in Schkopau (Dow Olefinverbund), 1997 einer Wasserstoffanlage mit einer Kapazität von 53 000 Nm3 pro Stunde auf dem Gelände der heutigen TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland in Spergau und 1998 einer Anlage zur Erzeugung von CO und CO2. 2001 wurde der Chemiestandort Zeitz in Kooperation mit dem Dow Olefinverbund gasseitig durch eine Pipeline von Leuna über Böhlen nach Zeitz erschlossen. Ende 2002 wurde der für 40 Mio. Euro errichtete zweite Steamreformer zur Wasserstoffproduktion am Standort Leuna in Betrieb genommen. Beide Steamreformer haben eine Kapazität von 35 000 Nm3 pro Stunde.
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