Beim Schutzgasschweißen lässt sich der Gasschutz in drei Teile gliedern - der primäre Gasschutz, der sekundäre Gasschutz und der Nahtwurzelschutz. Vor allem beim Schweißen von solchen Metallen, die gegenüber dem atmosphärischen Sauerstoff oder Stickstoff hochsensibel sind, wie z.B. Titan, werden alle drei Elemente des Gasschutzes erforderlich.
Mit dem primären Gasschutz soll das Schmelzbad und die unmittelbar angrenzende Zone geschützt werden; diese Funktion übernimmt die Gasdüse. Der sekundäre Gasschutz ist für den Schutz der fertigen Schweißnaht bestimmt, bis sie auf eine Temperatur abgekühlt ist, bei der das Metall nicht mehr mit dem Sauerstoff oder Stickstoff in der Umgebungsluft reagiert. Der sekundäre Gasschutz wird in Form einer angebauten Düse (Schleppdüse) realisiert.
Bei gasempfindlichen Werkstoffen muss die Nahtwurzelseite der Schweißnaht ebenfalls durch ein Gas geschützt werden, um Oxidation zu vermeiden. Durch die Verwendung eines Wurzelschutzgases wird sowohl ein ansprechenderes Erscheinungsbild im Nahtwurzelbereich erzielt als auch das Risiko von Nahtwurzelfehlern verringert. Bevor mit dem Schweißen begonnen wird, sollte die Nahtwurzelseite der Schweißnaht mit Schutzgas vorgespült werden, damit der Sauerstoffgehalt auf ein Minimum gebracht wird.
Kontakt